Das Jahr 2011 - 2. Halbjahr

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Stolpersteinverlegung wurde im Schweizerhaus die Ausstellung "Das Warschauer Ghetto" der Friedensbibliothek-Antikriegsmuseum eröffnet. Eine Präsentation erinnerte an die verfolgten jüdischen Einwohner Seelows, für die im August Stolpersteine verlegt werden.

Ein Ausflug der besonderen Art stand für die Kinder der Kita "Max & Moritz" auf dem Programm. Bei herrlichem Sonnenschein wanderten sie zum Areal Schweizerhaus. Dort hatten die Erzieher und die Mitarbeiter des Vereins Spiel und Spaß für sie vorbereitet. Gleichzeitig nutzen die Verantwortlichen beider Einrichtungen dieses Treffen den Kooperationsvertrag zu verlängern.

Am Montag, den 08. August, wurden in Seelow durch Gunter Demnig insgesamt zwölf Stolpersteine verlegt. In der Kleinen Kirchstraße, in der Berliner Straße und am Schweizerhaus erinnern sie jetzt an die jüdischen Bewohner Seelows. Im Anschluß fand eine Gesprächsrunde mit den Nachfahren der Deportierten im Schweizerhaus statt.

Die Türen des Schweizerhauses öffneten sich am 27. August für interessierte Besucher. Der Verein lud zu einer Szenischen Lesung der Schauspielschüler des Theaters Frankfurt (Oder) ein. Sie hatten ein Programm mit Texten von Kurt Tucholsky und Joachim Ringelnatz vorbereitet.

Zum diesjährigen Stiftungswettbewerb der Deutschen Philatelistenjugend gestaltete die Seelower Gruppe unter anderem einen Sonderbrief. Er ist mit einer Briefmarke versehen, die das neu eingedeckte Goethehaus mit einer vorbeifahrenden Dampflok zeigt. Das Foto wurde von Thomas Drewing gemacht und zur Verfügung gestellt.

Das 16. Stadt- und Schützenfest fand am ersten Septemberwochenende statt. Wie in den vergangenen Jahren beteiligte sich der Verein bei der Familienrallye. Im Vorfeld des Stadtfestes wurde vom Bauernverband Märkisch-Oderland zum Kreativwettbewerb aufgerufen. Aufgabe war es eine lustige Vogelscheuche zu gestalten. "Hans Dampf" hieß unsere Vogelscheuche und errang am Ende den 2. Platz.

Die Schriftstellerin Silke Kettelhake stellte ihr Buch über das Leben und Wirken der Bildhauerin Reneé Sintenis im Schweizerhaus vor. Sintenis war für ihre Tierskulpturen bekannt, so hat sie unter anderem den Berliner Bär und den "Esel von Seelow" geschaffen. Letzterer hatte zu Zeiten Hugo Simons einen festen Platz auf dem Areal Schweizerhaus.

Terrassen, Stützmauern und Treppen wurden zur Zeit Hugo Simons auf dem Areal Schweizerhaus mit Rüdersdorfer Kalkstein gebaut. Über 100 Waggonladungen wurden damals herbeigeschafft. Viele Element sind heute noch vorhanden, aber nicht mehr benutzbar. So kam es auf dem Areal zum Treffen mit der Geschäftsführung der Rüdersdorfer-CEMEX OstZement GmbH. Nach einem Rundgang sicherte Geschäftsführer Hans-Dieter Grudno die Lieferung von Rüdersdorfer Schaumkalkstein zu. Vielen Dank!

Herbstfest am Schweizerhaus, so lautete das Motto am 15. Oktober. Der Verein hatte eingeladen und viele Besucher kamen bei herrlichem Sonnenschein auf das Gelände. Die Mitglieder hatten einiges zum Thema Herbst vorbereitet. So gab es verschiedene Kartoffelgerichte, selbstgemachter Apfelgelee aus Äpfel vom Areal. Die kleinen Besucher bastelten mit Naturmaterialien, wie Kastanien und Kartoffeln. Ein weiteres Highlight war die Ankunft und Fahrt der Zechiner Traktorenfreunde.

Ein gut erhaltener Dreschkastenwagen ist die neue Errungenschaft des Heimatvereins. Solch ein Gefährt war zur Zeit der landwirtschaftlichen Nutzung des Areals hier im Einsatz. Dank der Erbengemeinschaft Gries aus Neu Tuchband haben wir jetzt ein historisches Ausstellungstück.

Am 26. November 2011  fand unser öffentlicher Arbeitseinsatz auf dem Areal Schweizerhaus statt. Knapp 40 freiwillige Helfer kamen und packten kräftig mit an. Im Vorfeld hatte bereits Kay-Uwe Nehring vom GaLa-Dienst Seelow die vielen größeren Bäume, die die Sichtachse vom Schweizerhaus zum Transformatorenhaus verhinderten, zu Fall gebracht. Mit Unterstützung des THW Seelow und ihrer Jugendgruppe konnten die Bäume, Astwerk und Unterholz in diesem Bereich weiter entfernt werden. Für die Mitglieder des THW Seelow war dies eine gute Möglichkeit sich für kommende Aufgaben vorzubereiten. Ein weiterer Arbeitsbereich war der Mittelbau der Orangerie, hier wurde ebenfalls die vielen wildgewachsenen Bäume entfernt. 

 

Wir bedanken uns für die tolle Unterstützung bei allen freiwilligen Helfern.

 

Der "Esel von Seelow" soll zurück nach Seelow und wieder seinen Platz auf dem Areal finden. So lautet die Vision des Heimatvereins. Die noch weltweit vorhandenen Exemplare sind alle nicht käuflich zu erwerben. Nach einiger Recherche konnte die Nationalgalerie und die Gießerei mit der Originalform ausfindig gemacht werden. Ein Nachguss des Esels ist nach der Zusage der Galerie Vömel möglich. Die Kosten sind aber ohne Unterstützung für uns als Verein nicht finanzierbar und so entstand die Idee der "Esel-Patenschaft". Zusammen mit dem Geschäftsführer der Gideon GmbH Potsdam, Gerd Reimann, wird dieses Projekt im nächsten Jahr veröffentlicht. Die erste Patenschaft übernahm Gerd Reimann gleich persönlich. Wir hoffen, das weitere folgen.

"Brandenburger Blätter" war eine überregionale Beilage der Märkischen Oderzeitung am 16. Dezember. Den Artikel von Redakteurin Mandy Timm und die Reaktionen können sie hier nachlesen.

Zur Vorweihnachtszeit spendierte der Heimatverein auf dem Areal geschlagene Weihnachtsbäume. So konnten sich die Kooperationspartner Kita "Max & Moritz" und der Hort Seelow, sowie die Format GmbH über ein Exemplar freuen.

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News und Termine

Nächster Stammtisch

am 26. April 2017

Beginn 19:00 Uhr

Neue überarbeitete Auflage - Stand Juni 2016

Neue überarbeitete Broschüre über die "Simonschen Anlagen am Schweizerhaus Seelow": 60 Seiten mit historischen Bildern und Fakten, sowie aktuellen Veränderungen auf dem Areal Schweizerhaus.

Preis: 6,- Euro pro Stück

Erhältlich beim Heimatverein und in der Tourist-Info.

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